
Im Bereich der Integral-und Jethelme gibt es ein grosses Angebot der Helm-
und Zuberhörhersteller an verschiedenen Visieren. Meist aus dem Kunststoff
Polycarbonat gefertigt, ein durchsichtiger, sehr harter und schlagzäher
Kunststoff, der zudem nicht splittert. Die meisten Visiere sind mit einer
kratzfesten, widerstandsfähigen Klarlackschicht überzogen. Diese verträgt
jedoch keine Politur oder aggressive Reinigungsmittel. Integralhelm-Visiere
neigen bei Regen zum Beschlagen. Deshalb haben die Helmhersteller
ausgeklügelte Belüftungstechniken entwickelt, die dies verhindern sollen. Es
gibt allerdings auch Visiere mit permanenter Antibeschlagbeschichtung, diese
ist allerdings sehr kratzempfindlich. Andere Massnahmen gegen das Beschlagen
sind Mittel zum auftragen auf das Vsier, oder Atemabweiser und ähnliches.
Visiere müssen für die Nutzung auf öffentlichen Strassen natürlich auch ein
Prüfzeichen aufweisen.
Visierarten:
Klarsicht-Visiere: Das Standardvisier, montiert an den meisten Helmtypen.
Verspiegelte oder getönte Visiere, teilweise in verschiedenen Farben lieferbar: Getönte Visiere bieten neben der guten Optik auch einen Blendschutz. Stark getönte Visiere dürfen nur tagsüber bei guten Wetterbedingungen genutzt werden. Die Benutzung bei Nacht ist verboten und führt bei Missachtung zu rechtlichen Konsequenzen und dem Verlust des Versicherungschutzes.
Pinlock-Visiere: Dabei handelt es sich um ein Visier mit doppelter "Verglasung". Die dünne isolierende Luftschicht zwischen den Scheiben verhindert ein Beschlagen des inneren Visieres. Allerdings beschlägt oft der Randbereich des äusseren Hauptvisieres und schränkt die Sicht des Fahrers doch ein.
Zusätzliche Sonnenvisiere: Inzwischen werden von verschiedenen Herstellern Helme angeboten, welche neben den Klarsicht-Visier über ein zusätzlich angebrachtes getöntes Visier verfügen, das während der Fahrt bedient werden kann. Dieses ist entweder im inneren als zweites Visier dicht vor den Augen angebracht und lässt sich per Schalter von aussen bedienen, oder es ist ein kleineres Visier welches aussen über dem Klarsicht-Visier angebracht ist und bei Bedarf heruntergeklappt werden kann. Dass diese während der Fahrt bedient werden können, ist ein großer Vorteil, da der Motorradfahrer während der Fahrt auf veränderte Lichtverhältnisse reagieren kann (im Gegensatz zu herkömmlichen getönten Visieren und unter dem Helm getragenen Sonnenbrillen).
Heizvisiere: Hier erzeugen feine Drähte Wärme und verhindern somit das Beschlagen dauerhaft. Durch ein Spiralkabel und Abreisstecker wird das Visier mit einer Bordsteckdose verbunden. Mit einem Heizvisier hat man auch bei widrigsten Bedingungen mit vollkommen geschlossenem Visier freie Sicht. Wenn lieferbar, gleich zugreifen.