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Protektoren


 Den Namen »Protektor« dürfen nur Schutzpolster tragen, die nach der europäischen Norm 1621 geprüft sind. Beworben werden diese Protektoren als »CE-geprüfte Protektoren«. Ihre Aufgabe: Beim Sturz die Aufprallenergie aufnehmen, auf eine größere Fläche verteilen und ein Durchschlagen spitzer Gegenstände vermeiden. Wunderdinge darf dabei niemand erwarten. Im Idealfall mildert ein guter Protektor einen möglichen Knochenbruch zu einer heftigen Prellung und eine heftige Prellung zu einem blauen Fleck ab. Das Problem, so ein Testingenieur: »Nicht alle Protektoren, die als CE-Protektoren gelobt werden, haben für sich und in Kombination mit der jeweiligen Bekleidung das Schutzpotential, das als Stand der Technik bezeichnet werden könnte.«
Beispiel: Der beste Protektor nutzt nichts, wenn er im Falle eines Sturzes verrutschen kann und an der falschen Stelle »schützt«. Worauf also achten? Ganz einfach: Je dicker ein Protektor ist und je größer die Fläche, die er abdeckt, desto höher die Sicherheit bei einem Unfall. Gut ausgerüstete Kombis müssen dabei keineswegs unbequem sein. Immer häufiger kommen Hightech-(PU-)Schaumstoffe zum Einsatz, die beim Tragen flexibel sind und sich erst beim Aufprall verhärten. Vorsicht vor dünnen Rückenprotektoren in zweiteiligen Low-Cost-Kombis: Sie sind nicht selten aus billigem Schaumstoff gefertigt und decken wichtige Bereiche der unteren Wirbelsäule gar nicht ab. Hier hilft nur eines: Diese Pseudo-Schützer entfernen und einen separaten, hochwertigen Rückenprotektor tragen!
Und wo sollte ein sicherer Motorrad-Anzug Protektoren haben? Am besten an Schulter, Ellenbogen, Rücken, Hüfte, Gesäß, Knie, Schienbein und Fußknöchel. Das mag gewöhnungsbedürftig und nicht sonderlich chic sein, sicherer ist es allemal. An Sicherheit sollte man niemals sparen.