
Die weltweit erste zweizylindrige Großenduro kam 1980 auf einen ausschließlich aus Einzylindermotorrädern bestehenden Markt. Die R 80 GS mit 800 cm³ Hubraum, Kardanantrieb und Einarmschwinge war damals eine Sensation. BMW erfand mit diesem Mobbed ein völlig neues Segment der großvolumigen universell einsetzbaren Reiseenduros.
Die R 80 G/S entwickelte sich schnell zu DEM Motorrad für Weltreisende. Fernreisende in aller Welt lernten schnell die Leistungsreserven, den Langstreckenkomfort und die oft überraschende Geländetauglichkeit dieser Reiseenduro schätzen. Für den Fahrspaß auf der Straße sorgten eine vergleichsweise hohe Leistung, die überlegene Kraft aus dem "Drehzahlkeller", das stabile Fahrverhalten und die hervorragende Handlichkeit.
Sie begründete diesen neuen Motorradtypus.
Der Vorläufer dieser Maschine, die 800 GS,
hatte ellenlange Federwege,
einen aus verschiedenen Teilen zusammengesetzten 800ccm Motor und wog nur
142 kg. Das Modell war von Anfang an erfolgreich und wurde ständig
weiterentwickelt. Als "GS 80" mit Zentralfederbein und einem 798ccm Motor
mit 55 PS wog sie nur noch 138 kg und gewann 1979 und 1980 die deutsche
Meisterschaft. Ebenfalls im Jahre 1980 gewann BMW bei den legendären
Six-Days in Frankreich die Silbervase. Auf dem Höhepunkt der Erfolge stellte
BMW die Werkseinsätze im Geländesport ein und konzentrierte sich fortan auf
den Rallyesport.
Bei der Langstrecken-Rallye von Paris nach Dakar im westafrikanischen
Senegal waren BMW Geländemaschinen von Anfang an dabei. Im dritten Anlauf
1981 setzte sich der Boxer mit der sicheren Fahrtwindkühlung, dem
tiefliegenden Schwerpunkt und seiner Wartungsfreundlichkeit mit dem
Kardanantrieb endgültig durch. Der französische Wüstenspezialist Hubert
Auriol gewann die Motorradwertung und konnte seinen Erfolg 1983 wiederholen.
Die weiterhin auf Serienmodellen basierenden 1000 cm³-Zweizylinder siegten
auch 1984 und 1985, der ehemalige Moto Cross-Weltmeister Gaston Rahier aus
Belgien fuhr der Konkurrenz auf und davon.