
Mit der BMW-80 G/S fand dieser Typus Einzug auf dem Markt.
Kein Mensch will aber wirklich mit einer Reiseenduro vom Schlage einer
BMW-1200GS
oder einer Honda -
Varadero 1000 noch ins Gelände. Dafür sind sie viel zu schwer
und unhandlich. Sie sind eher für das entspannte Touren gedacht, die ruhig
auch mal auf unbefestigten Strassen sein dürfen. Ein Kompromiss zwischen
Strassentauglichkeit und Geländegängigkeit mit klarem Zeiger auf Strasse.
Sie bieten oftmals Halbschalenverkleidungen, um den Fahrer vor Regen und
Wind zu schützen. Auch die
Federwege sind denen einer Strassenmaschine weit
überlegen. Auch die Getriebeübersetzungen sind den Erfordernissen an
Autobahn und Landstrasse angepasst. Bei der Kraftübertragung setzten die
Hersteller auf die altbewährte
Kette oder den extrem wartungsarmen
Kardanantrieb, dem speziell BMW mit seinem
Paralleversystem die
Lastwechselorgien fast ausgetrieben hat und somit die früher bei BMW-
Maschinen übliche Fahrweise
mit-Zug-durch-die-Kurve-und-den-Gasgriff-in-Ruhe-lassen abgeschafft.
Reisenduros sind meist als Eintöpfe (Einzylindermotor) oder
Zweizylindermaschinen ausgeführt. Dabei kommen V-Motoren - liegend oder
stehend, Zweizylinder-
Reihenmotoren oder Boxermotoren zum Einsatz. Das
ganze wasser- oder luftgekühlt. Diese Mobbeds sind für kleine Fahrer denkbar
ungeeignet, da die Sitzposition durch die langen Federwege zu hoch sind. In
manchen Fällen hilft das
abpolstern der Sitzbank, um einige wichtige
Zentimeter zu "finden".