
Als GPS, oder Global Positioning System, werden Satellitennavigationssysteme
bezeichnet. Das Navigationsnetz besteht aus gut zwei Dutzend Satelliten, die
die Erde zweimal täglich umkreisen und kontinuierlich Signale senden. Diese
Signale können mit einem sogenannten GPS-Emfänger ausgewertet werden.
Was bringt uns so ein GPS-Teil?
Im Vergleich zum Fahren nach Karte und Kompaß kennt man mit einem GPS-Empfänger
jederzeit Standort, Fahrtrichtung und die Distanz zum Abbiegepunkt oder
Zielpunkt. Man kann sich auch ohne Geländepunkte oder Verkehrsschilder
leicht orientieren und die eigene Position mit einem Blick auf die Anzeige
erfassen. Das geht ungleich schneller als mit einer Kartentasche auf dem
Tank oder im Tankrucksack, geschweige denn die herkömmliche Methode: blinken,
anhalten, Jacke auf, Karte raus, Karte aufklappen usw.
Welche GPS-Geräte sind am Markt?
- Einfache Handgeräte, die die Position
bestimmen und Daten wie Entfernung und Richtung zum Zielpunkt numerisch
darstellen. Diese Handgeräte ohne Kartenanzeige sind am preiswertesten,
allerdings für das biken recht ungeeignet.
- Hand- oder Konsolengeräte mit graphischer Kartenanzeige. Auch diese
Modelle sind nur eingeschränkt für das Motorrad empfehlenswert.
- Hand- oder Konsolengeräte mit automatischer Wegfindung. Damit lässt sich
die kürzeste oder schnellste Wegstrecke automatisch berechnen. Diese Geräte
sind für die Straßennavigation mit dem Motorrad optimal, finden aber
leider nicht automatisch die kurvenreichsten, schönsten oder gar
verkehrsärmsten Wegstrecken.
- Einbaugeräte, die zusätzlich zum Autorouter noch mit einem Anschluß an den
Tacho und einem Drehbewegungssensor ausgestattet sind und so die
Positionsberechnung auch in Tunneln und anderen Passagen ohne ausreichenden
Satellitenempfang durch die Werte der mechanisch/elektrischen Hilfsmittel
ungefähr bestimmen können. Leider sind solche Geräte den Supertourern oder
Autos vorbehalten.
- Multifunktionsgeräte wie navigationstaugliche Mobiltelefone, Pocket-PCs,
Sportcomputer, auch unpraktikabel für unsere Belange.
Welches GPS-Gerät ist nun also das richtige?
Wichtig sind vor allem anderen eine gute Anzeigequalität, ein großes Display und eine möglichst große Speicherkapazität. Wenn die Anzeige zu grob oder schlecht ablesbar ist, kann man es gleich mit der Landkarte versuchen. Der üppige Speicher ist nötig, um das detaillierte Kartenmaterial einspielen zu können. Die Basiskarten reichen zwar aus, um von einer Stadt in die andere zu kommen, aber für eine Tourenplanung im Zielgebiet fehlen zu viele kleine Orte und Straßen.
Um den Rahmen hier nicht zu sprengen, nehmen wir beispielhaft das Angebot von Garmin. Auf deren Homepage findet man viele Tipps und Tricks zum Thema.
Das eTrex Vista Cx ist sicherlich einen
genaueren Blick wert. Man kann ganze Länder sowie nach Bedarf sogar Straßen-
und topografische Daten gleichzeitig laden.
Wenn man mit dem GPS eigentlich nur Tagestouren machen will, sind das
günstigere eTrex Legend oder das GPSMAP 76 mit dem kleineren Speicher
natürlich auch eine sehr gute Wahl.
Wer viel Platz auf der Konsole seines Joghurtbechers hat und auch noch über
das nötige Kleingeld verfügt, kann sich auch mal die größeren Konsolengeräte
aus der GPSMAP- oder StreetPilot-Reihe ansehen.